McCartney und Nobelpreisträger Pachauri rufen Politiker auf, den Fleischkonsum zu reduzieren
Berlin. 01.12.2009. Sir Paul McCartney und Dr. Rajendra Pachauri rufen weltweit dazu auf, den hohen Konsum an Fleisch zu bekämpfen. In einem offenen Brief (siehe Anhang) verweisen sie auf den Zusammenhang zwischen Fleisch und Klimawandel und schlagen vor, dass Regierungen Initiativen entwickeln, diesen Zusammenhang auch Ihren Bürgern zu vermitteln. Unter dem Titel „Less Meat = Less Heat“ (Weniger Fleisch = weniger Hitze) findet am 3. Dezember eine Veranstaltung im Europaparlament statt, in der Sir Paul McCartney sowie der Nobelpreisträger und Vorsitzende des Weltklimarates, Dr. Rajendra Pachauri, die europäischen Politiker auffordern, konkrete Maßnahmen zur Senkung des Fleischkonsums zu ergreifen.
In ihrem Brief verweisen McCartney und Pachauri auf die Tatsache, dass die Tierhaltung für 18% des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich ist. Folglich ist eines der mächtigsten Mittel, welches wir in unserem Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung haben, unsere … Gabel. McCartney und der Nobelpreisträger Pachauri argumentieren weiter, dass die Maßnahmen von Einzelnen wichtig aber in ihrem Ausmaß dennoch begrenzt sind. Es ist demnach auch die Aufgabe der Regierungen und Industrie sicherzustellen, dass nachhaltige Alternativen wie pflanzliche Produkte in großem Umfang erhältlich und erschwinglich sind. McCartney und Pachauri zählen eine Reihe von Initiativen auf, die Regierungen unternommen haben, wie Kampagnen für einen fleischfreien Donnerstag der Stadt Gent und Hasselt (Belgien), Sao Paolo (Brasilien) sowie die Kampagnen “Meat-Free-Monday” bzw. “Meatless-Monday” in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. „In Deutschland gibt es in Hamburg und Magdeburg bereits erste Initiativen ebenfalls einen fleischfreien Wochentag einzuführen“, ergänzt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland, „dennoch hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher, wenn es um kulinarischen Klimaschutz geht.“
Am 3. Dezember werden sich Sir Paul McCartney und Dr. Rajendra Pachauri an das Europaparlament mit der Botschaft „Less meat = less heat“ wenden. Vier Tage vor der UN Klimakonferenz in Kopenhagen machen sie damit deutlich, dass der Klimawandel auf allen Ebenen bekämpft werden muss. Jeder Einzelne ist ebenso gefragt, wie lokale, regionale, nationale, europaweite sowie weltweite Initiativen.
Ob Landverlust, Klimawandel, Luftverschmutzung, Wasserknappheit, Wasserverschmutzung und Verlust an Artenvielfalt – laut der FAO gehört die Tierwirtschaft bei allen bedeutenden Umweltproblemen zu den jeweils drei wichtigsten Ursachen.1 Weniger Fleisch (und andere tierische Produkte) zu essen, ist nicht nur gesünder für unseren Planeten, sondern auch für unsere Körper. Eine Studie der WHO hat gezeigt, dass eine Reduzierung des Konsums von gesättigten Fettsäuren um ein Prozent in Europa jährlich 13.000 Menschenleben retten könnte.2 Eine weitere Studie hat gezeigt, dass eine Reduktion der Viehwirtschaft um 30% die Zahl der Tode durch Herzkrankheiten um 17% verringern könnte. 3
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sebastian Zösch (Geschäftsführer, VEBU), Tel: 0179-7789902, sebastian.zoesch(at)vebu.de
Weitere Informationen bzgl. der Veranstaltung im Europaparlament:
www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/064-64172-315-11-46-911-20091110IPR64171-11-11-2009-2009-false/default_nl.htm
(1) H. Steinfeld et al, Livestock’s Long Shadow, FAO, 2006, p. xx.
(2) Ffion Lloyd-Williams, Martin O’Flaherty, Modi Mwatsama, Christopher Birt, Robin Ireland,& Simon Capewella, Estimating the cardiovascular mortality burden attributable to the European Common Agricultural Policy on dietary saturated fats, Bulletin of the World Health Organization | July 2008, 86 (7)
(3) Dr Sharon Friel et al, Public health benefits of strategies to reduce greenhouse-gas emissions: food and agriculture, The Lancet, Early Online Publication, November 2009.





