die jürgen piquardt kolumne
Unser Autor ist Natursteinmaurer, Olivenbauer, Festivalmacher. Er betreibt seit 30 Jahren – mit
seiner Frau zusammen – die BIO-Gourmet- Gastronomie La provence été /Paradies
(www.provence-paradies.de)
in Hannover. Jürgen Piquardt ist "Kochanimator" bei den
BIO-Spitzenköchen (www.Bio-Spitzenkoeche.de) und bei Eurotoque
(www.Eurotoque.de).
Wasser
„Das Blut der Erde“, „Der Ursprung allen Lebens“. Das Wasser ist in Gefahr? Welch egozentrischer Unfug. Wir Menschen sind gefährdet! Sollten wir den Wundern der Welt nicht ehrfurchtsvoller begegnen?
Die Solidarität mit allem Lebendigen ist unsere Aufgabe. Zum Beispiel: Gesundes, lebendiges Wasser für alle! Keine vergifteten Brunnen, keine verseuchten Flüsse, kein saurer Regen, kein phantasieloser, totbringender Egoismus. Sonst wird unser gemeinsames Boot irgendwann manöverierunfähig. Und kentert oder zerbirst. Und es kämen andere: Amöben, Dinosaurier, Delphine, denen Mutter Erde mit ihren gewaltigen Ozeanen für unvorstellbar lange, aber doch immer endliche Zeit, ein Zuhause geben würde.
Ohne heiles, lebendiges Wasser trocknen unsere wunderbar konstruierten, von der Haut zusammengehaltenen Miniozeane aus. (Ein Kind besteht zu etwa zwei Dritteln, ein älterer Erwachsener (naturgemäß?) nur noch etwa zur Hälfte aus Wasser). In atemberaubenden Tempo. Vier Tage ohne Flüssigkeitszufuhr sind schon lebensbedrohend.
Vielfältigst organisiertes, energetisch hochwertiges Wasser bedeutet Leben. Das Urelement kann aber auch anders. Als Hochwasser, als aufschäumendes Meer bringt es nicht selten den Tod. So dialektisch polar sind nun mal die Lebensumstände (Es wäre hochinteressant, zu erfahren, ob „agressives“, natürliches Wasser - als sich bewegender Gletscher, als rasender Gebirgs"bach"...- ähnlich schöne Kristalle hat wie ein gerade aus dem Berg sprudelndes, reifes (!) Wasser. Oder ob ähnlich dem „besprochenen“ Wasser - je nach positiver oder negativer Wortsuggestion - sich die schönen Kristallbilder in unorganisierte, beängstigende "Krebs"bilder wandeln?!.
„Wasser ist zum Waschen da, vallerie und vallera ...“ . Natürlich. Man/frau kann ja nicht alles überpudern. Mehr als außen brauchen wir das Wasser aber innen. Mindestens zwei Liter Wasser sollten wir täglich trinken. Für einen kleinen, zarten Körper ist das Trinksoll dann bestimmt erfüllt.
Ein Körper von elefantöser Fasson braucht deutlich mehr. Bei 100 Kilo Lebendgewicht müssten es schon dreieinhalb Liter sein. Nach oben hin können Sie keine Fehler machen. Nur der zu geringe Verzehr bringt Gefahr: Kopfschmerz, Müdigkeit, Verstopfung, Krämpfe, Vergesslichkeit und Schlimmeres droht bei chronischem Wassermangel. Ganz entgegen wirken können wir dem „Austrocknen“ in hohem Alter wohl allerdings nicht. Vielleicht ist es eine der uns Menschen innewohnenden Formen des „Abschiednehmens “?
Verwechseln wir Wasser nicht mit Flüssigkeit bei unseren Tageswasserverzehr-Hochrechnungen. Und überhaupt: Manch' freudvoll oder mühsam Getrunkenes hat austrocknende Wirkung, regt die Wasserausscheidung unnatürlich an. Kaffee, schwarzer, leider auch grüner Tee, und vor allem Alkohol sind Wasserräuber. Also Achtung! Mindern Sie den Schaden der kleinen und großen Drogenräusche durch aktivistischen Wasserkonsum. Nicht nur das traditionelle Anstandsgläschen zum Kaffee. Nicht nur Alibimengen Wasser zum Weinmenue. Und dann auch möglichst stilles, kohlensäurefreies, mineralienarmes Quellwasser aus einer Glasflasche. Dass bei Sekt & Champagner die feingeperlte Kohlensäure so grandios veredelnd wirkt, darf nicht zu gesundheitsschädigenden Rückschlüssen führen. Denn: Schampus ist eine Droge. Und Wasser ist unser Lebensmittel Nr.1. Je gesünder dies ist, desto stabiler werden unsere Immunsysteme.
Nun aber wiederum nicht übers Ziel hinausgeschossen: Die Wasser von Lourdes, Fatima – anerkanntermaßen Heilwasser mit einmaligen „Frequenzmustern“ – sollten heilig bleiben. Nichts für den täglichen Konsum. Da ist das Optimum – Wiederholung aus gutem Grund – ein Quellwasser, also ein Wasser, das ausgereift, aus eigener Kraft aus der Erde kommt. Und dann am besten bei guter Laune selbst abgefüllt wird. In Glasflaschen (Plaste verändert das Wasser „körperfremd“. Mit den Plaste-Informationen können unsere kunststofffreien Körper nichts anfangen).
Wo sind nun „zugängliche“ Quellen und Brunnen? In mediterranen Dörfern
kein Thema. Die Anzahl der „stabilen“, den Trockenzeiten trotzenden Quellen entschied
und entscheidet noch immer (Der Kampf der Gemeinden gegen die „Wassermultis“
– da braut sich was Beängstigendes zusammen ist sinnvoll und unterstützendswert!)
über den natürlichen Reichtum und die Lebensfähigkeit von Dörfern und Städten.
In diesem Zusammenhang die Frage nach der Qualität unserer auf Norm gebrachten Leitungstrinkwasser
mit unterschiedlichsten Lebenswasserläufen? Entwarnung! Unter 3 Voraussetzungen: Es verleitet Sie
zum Vieltrinken./ Quellwasser ist unerreichbar für Sie./ Sie trinken Ihr Leitungswasser gern und dankbar.
Möglicherweise investieren Sie aber auch – sinnvoll nur bei Beibehaltung der
Entwarnungsgründe – in Osmose - oder Levitations-, sogenannte Wasserbelebungsgeräte.
Und in Quarzkristalle. Das kann sich lohnen. Zum Abschluss des schwierigen, wässrigen Exkurses ein
aufheiternder Lessingspruch: „Zuviel kann man wohl trinken, doch trinkt man nie genug“.
Tipps
- 1) Lassen Sie sich von den VertreterInnen der Trinkwasseraufbereitungsanlagenindustrie nicht das Wasser in die Augen treiben. Teuer ist nicht gleich gut (siehe Text).
- 2) Trinken Sie „vor dem Munterwerden“ Ihren ersten halben Liter Wasser. Auch das belebt schon. Und bringt Sie in Schwung auch für die folgenden zwei Liter.
- 3) Trinken Sie möglichst zwischen den Mahlzeiten. Die Verdauungssäfte sollten konzentriert und unverdünnt arbeiten können.
La Provence & Paradies
Beekestr. 93, 30459 Hannover
Tel 0511-413030, Fax 0511-427347
www.provence-paradies.de
